Autoversicherung will Facebook Verhalten für Tarifberechnung nutzen

Die Briten sind irgendwie komische Gesellen. Auch in Sachen Autoversicherung gibt es einige Dinge, die man schon als Stilblüten bezeichnen kann. Dabei ist es überhaupt kein Fake: Eine britische Versicherung bietet einen Tarif an mit einem großen Bonus, wenn die Kunden der Versicherung Zugang zu ihrem Facebook Verhalten gewähren. Wer aber hier bei klarem Menschenverstand ist, der fragt sich, was das bringen soll. Datenschützer hierzulande würden sofort Sturm laufen. Doch in Großbritannien hat man dagegen gar nicht gemurrt. Einzig die Notbremse gezogen hat inzwischen Facebook. Denn diese Vorgehensweise würde gegen die Prinzipien des sozialen Netzwerks verstoßen. Zum Glück. Denn es könnte durchaus sein, wenn das Konzept in Großbritannien Schule macht, dass sich auch einige hiesige Versicherungen denken: Warum schauen wir nicht mal nach, was der Kunde auf Facebook so verzapft.

Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de


Nur keinen Quatsch schreiben

Was die Versicherung vorhatte: Die Versicherten nach ihren Posts auf Facebook einstufen bei der Autoversicherung. Und zwar nach dem Motto: Wer nicht so viel Quatsch schreibt und sich gewählt ausdrückt, kurze Sätze schreibt und nicht irgendwo unsinnige Likes setzt und mit gewissen Wörtern sparsam umgehen und nicht gerade seinen Weinneuerwerb postet, der bekommt einen satten Bonus, weil er angeblich ein vorsichtiger Autofahrer ist. Der Kunde müsste um diesen Bonus zu bekommen natürlich der Versicherungsgesellschaft seine Zustimmung geben, dass diese seine Facebook-Daten einsehen darf. Die Frage, die sich die Kunden dieser Versicherung aber stellen müssen ist: Wollen wir wirklich unser allerhöchstes Privates preisgeben? Ist es das Wert für einen Bonus?