Koffer packen und ab auf die Malediven

Gerade in Zeiten, in denen die Bedrohung durch den Terrorismus immer näher kommt und Länder wie die Türkei unattraktiv geworden sind für einen Urlaub, sehnen sich die Touristen wieder nach fernen Ländern, wo es anscheinend diese Bedrohungen noch nicht gibt. Ferien auf den Malediven ist dabei eine Möglichkeit, die 2016 auch Last Minute wieder viele Touristen in Betracht gezogen haben. Dabei ist die aktuelle politische Lage in diesem Inselstaat auch selbst für Experten etwas unübersichtlich. Es gibt auf Malé zahlreiche Demonstrationen politischer Art und auch die Bedrohung durch die Terrororganisation IS ist nicht ganz ausgeschlossen. Dabei möchten viele Touristen eigentlich so viel wie möglich auch vom Leben der Menschen auf den Malediven mitbekommen. Doch die Regierung schottet ihre Bevölkerung immer noch stark ab. Besuche auf Einheimischen Inseln sind aber seit 2009 möglich – wohl eine Errungenschaft des 2012 gestürzten Staatsoberhauptes, der sich nach Westen hin vermehrt öffnen wollte.

Foto: H. Hoppe  / pixelio.de
Foto: H. Hoppe / pixelio.de


Leben der Einheimischen bleibt im Dunkeln

Allerdings sind diese Besuche von Touristen auf den Einheimischen-Inseln zeitlich begrenzt und man bekommt auch nicht viel vom Leben der Menschen dort zu sehen. Man sieht Fischerboote aufs Meer fahren oder von dort kommen und kann für sein Abendessen im Resort fangfrischen Fisch besorgen. Auch werden Schmuck und andere Handwerksartikel auf den Inseln angeboten. Wie die Menschen aber leben in ihren ärmlichen Häusern oder wie sich das Bildungssystem gestaltet – derartige Einblicke bekommt man ins Leben dieser streng muslimischen Menschen nicht gestattet als Tourist. Auch sind die Einheimischen selbst gegenüber den Touristen sehr kritisch und schüchtern, aber natürlich freundlich.

Wenig bekannt über die Bevölkerung

Bis heute haben es die Malediver geschafft sich gegenüber dem Rest der Welt nicht zu offenbaren. Selbst über die Besiedlungsgeschichte der Malediven ist sehr wenig bekannt. Legenden erzählen von Zuwanderern aus Sri Lanka, von Seefahrern, aber auch von Händlern und Schiffbrüchigen arabischer, afrikanischer und malaysischer Herkunft, die sich auf den Inseln nach und nach niedergelassen hatten und diese besiedelten. Mit den arabischen Seefahrern kam der Islam auf die Inseln. Neben dem Oman und Katar gehören die Malediven heute zu den Ländern der Welt, die rein muslimisch geprägt sind.