Malediven entdecken – gar nicht so einfach

Immer mehr Touristen suchen sich die Malediven als Urlaubsort aus. Dabei müssen sie dort fast ihren ganzen Urlaub auf den Resort-Inseln verbringen. Nur wenige machen auch tatsächlich einen angebotenen Ausflug auf die Einheimischen Inseln. Denn nur die wenigstens Touristen denken, dass die dort auch wirklich willkommen sind. Man sieht das aber recht locker und weißt ganz genau: Die Inselregierung ist zwar froh für die Devisen, die der Tourismus nun schon seit mehr als 40 Jahren in den Staatshaushalt spült, doch auf der anderen Seite möchte man die eigene Bevölkerung von den Touristen fernhalten. Die Regierung hatte dies in den 1970er Jahren beschlossen und gestattet ihrer eigenen Bevölkerung auch nicht mit den Touristen in so engen Kontakt zu treten. Nur auf den Resort-Inseln ist das erlaubt. Dort arbeiten Einheimische als Gepäckträger, Kellner oder Zimmermädchen.

Foto: Martin Simon  / pixelio.de
Foto: Martin Simon / pixelio.de


Wer sind die Einheimischen?

Beim Besuch von einer Einheimischen Inseln erhalten die Touristen zwar einen kleinen Einblick in den Alltag der Malediver. Doch wer diese Menschen wirklich sind, was sie bewegt und vor allem ob das Lächeln nur aufgesetzt oder ehrlich gemeint ist, das ergründen die Touristen meist nicht. Dabei ist allgemein nur sehr wenig über die Einheimischen auf den Malediven bekannt. Es ist wohl erwiesen, dass es sich hier um eine Mischung verschiedener Völker handelt. Mit den Arabern kam der Islam auf die Malediven und bestimmt dort heute weitgehend das Leben der Menschen. Und dies möchte die Inselregierung nach wie vor durch die strikte Abschottung zwischen Resort- und Einheimischen Inseln auch bewahren.