Thailand – zwischen Königsverehrung und Massentourismus

Seit 1946 regiert König Bhumibol Adulyadej Thailand. Sein Regierungsstil ist die Vorsetzung der Praktiken seiner Vorgänger, seines Vaters und Großvaters vor allem. König Mongut ließ in der Mitte des 19. Jahrhunderts seine Kinder (auch den Vater des heutigen Königs) von einer englischen Gouvernante erziehen und unterrichten. Nicht nur der Lebensstil des thailändischen Königs und dessen Familie ist westlich orientiert, sondern auch der der meisten Thailänder. Man schätzt in Thailand dabei den König sehr und trägt häufig die Farbe Gelb – die Farbe des Königs als ganz besonderes Symbol seiner Verehrung. Es ist aber nicht allein dem König zu verdanken, der seit 1992 keine politische Macht in Thailand mehr hat, sondern auch der Regierung, die auch dafür sorgt, dass im Land Sicherheit herrscht. Und dies schätzen die Touristen heute sehr.

Foto: Dieter Wendelken  / pixelio.de
Foto: Dieter Wendelken / pixelio.de


Auferstanden wie Phönix aus der Asche

Es war 2004 / 2005 auch die thailändische Regierung bzw. die Provinzregierung von Phuket, die dafür sorgte, dass das Land ohne humanitäre Hilfe zu erbeten wieder aufgebaut werden konnte nach dem schweren Tsunami, der insbesondere auf der Insel Phuket auch viele Touristen das Leben gekostet hatte. Die wirtschaftliche Kraft von Thailand in Südostasien wird häufig unterschätzt. Doch tatsächlich macht in diesem Land der Tourismus am Bruttoinlandsprodukt nicht einmal 10 Prozent aus. Die Stärke von Thailand liegt vor allem in Exportgütern. Hierzu zählen auch exotische Früchte und Hightech. Viele Unternehmen haben inzwischen in Thailand eine Niederlassung und viele Geschäftsleute reisen auch daher nicht zwecks Urlaub in dieses Land. Thailand gilt nämlich als politisch stabil.