Wirtschaft der Malediven – stark vom Tourismus abhängig

Auch wenn sich die Einwohner der Malediven mit wichtige Lebensmitteln durch Fischfang (insbesondere Bonito und Thunfisch) sowie Maniok und Kokosnüssen und Süßkartoffeln recht gut alleine versorgen könnten, ist man auf den Malediven auch vom Import von Nahrungsmitteln abhängig, insbesondere wird aus Indien Reis importiert. Maniok und Kokosnüsse und Süßkartoffel gehen zudem zu einem gewissen Grad auch in den Export. Bodenschätze gibt es auf den Koralleninseln der Malediven überhaupt nicht. Die Haupteinnahmequelle der Einwohner der Malediven ist daher der Tourismus. Doch hieran verdienen auch nur wenige Einheimische ihr Geld. Denn durch die strikte Trennung von Einheimischen- und Touristen-Inseln ist es schwer für die meisten Einheimischen sich über ihren Glauben hinweg zusetzen und christlichen Touristen zu dienen. Von den rund 328.000 Einwohnern arbeiten gerade einmal nur 22.000 in der Tourismusbranche.

Foto: Martin Simon  / pixelio.de
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Tourismus wichtigste Branche

Die Einnahmen aus dem Tourismus sind aber sehr stark abhängig von der finanziellen Möglichkeit der Verbraucher weltweit. Die Finanzkrise ab 2008 traf entsprechend die Malediven auch sehr stark. Denn die zahlungskräftigen Touristen blieben den Inselresorts meist fern. Sie hatten einfach nicht das nötige Geld bzw. wurden von Zukunftsängsten geplagt und hielten daher ihr Geld zusammen. Tatsache ist aber, dass schon seit den 1970er Jahren der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle der Malediven ist. Die meisten Einheimischen leben allerdings in bitterer Armut. Am Tourismusgeschäft auf den Malediven verdienen nämlich nur wenige – dafür aber recht viel. Jährlich kommen im Übrigen rund 800.000 Menschen als Urlauber auf die Malediven – alle mit großen Erwartungen, die auch erfüllt werden.